Aktuell

Stellungnahme

Stellungnahme des Vorstands der FDP Wettingen zum Artikel in der Weltwoche vom 18.12.2011:

 

„Eine Provision auf jeden reichen Toten“ - Interview mit Heiner Studer, Gemeinderat Wettingen

 

Der als Nationalrat nicht wieder gewählte Heiner Studer bezieht als Gemeinderat von Wettingen

immer noch einen beträchtlichen Teil seiner heutigen fixen Einnahmen von den Steuerzahlern. Bei

seiner Aussage, dass ein Wegzug der wenigen Reichen, die in Wettingen wohnhaft seien, auf das

Steuersubstrat fast keine Auswirkungen hätten, ignoriert oder vergisst Herr Studer wohl doch einige

Fakten:

 

- Wettingen hat 12'431 Steuerpflichtige, welche im Jahr 2010 rund CHF 47 Mio. Einkommens- und

  Vermögenssteuern an die Gemeinde Wettingen bezahlten.

- Rund 450 Personen davon (die obersten Einkommensklassen) zahlten ca. CHF 10 Mio. Steuern.

- Das heisst gerade mal 3.6% der Steuerpflichtigen zahlen über 20% der Steuereinnahmen von

  Wettingen.

 

Diese etwas mehr als 3% der Steuerpflichtigen sind wahrscheinlich die wenigen Reichen, auf die man

laut Herr Studers Aussage, verzichten könnte. Es ist unbestritten, dass jeder Steuerzahler in

Wettingen einen wichtigen Teil zum gesamten Steuersubstrat beiträgt und dafür auch den nötigen

Respekt erwarten darf. Heiner Studers Aussage aber lässt gerade diesen Respekt einer gewissen

Bevölkerungsschicht gegenüber vermissen. Wir erwarten von einer Führungsperson der Gemeinde

ein anderes Verhalten und hoffen, dass sich die Stimmbürger bei den nächsten Gemeinderatswahlen

daran erinnern werden.

 

Ebenfalls dürfte vielen alteingesessenen und neu zugezogenen Wettingern die folgenden

despektierlichen Bemerkungen des Journalisten Peter Keller sauer aufgestossen sein: „Wettingen ist

die etwas armselig geratene Schwestergemeinde des Kurortes Baden. An der Limmat gelegen,

schmucklos, finanzschwach.“ Wenn sich Herr Keller die Mühe genommen hätte, seine visuellen

Eindrücke nicht nur auf das Rathaus zu beschränken, hätte er mit Erstaunen festgestellt, dass

Wettingen sehr viele Sehenswürdigkeiten und Schönheiten zu bieten hat:

 

- Ein wunderschönes Zisterzienser Kloster, in dem heute die wohl schönste Kantonsschule der

  Schweiz untergebracht ist.

- Der rebenbewachsene Lägernhang.

- Das Naherholungsgebiet „Eigi“ und einladende Spazierwege der Limmat entlang.

- Viele charmante und liebevoll gepflegte Quartiere.

 

Diese Liste liesse sich um vieles erweitern und zeigt, dass es sich durchaus lohnen würde, etwas in

die „Tiefe“ zu blicken. Mit solchen Aussagen stösst man die Menschen, die hier leben und arbeiten,

vor den Kopf und dagegen wehren wir uns.

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